2. Runder Tisch „Kunstbesitz von Unternehmen der öffentlichen Hand in NRW“

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Am zweiten Runden Tisch haben am 22. Juni die Kulturrat NRW Vorstände Gerhart Baum und Reinhard Knoll teilgenommen.

Kulturministerin Ute Schäfer stellte einen Lösungsweg vor, den Finanzminister Dr. Walter-Borjans und Vorstandsvorsitzender der Portigon AG, Dr. Franzmeyer, für realisierbar halten.

Danach soll eine Stiftung „Kunst im Landesbesitz“ gegründet werden, die mit Unterstützung durch die NRW Bank und ggf. private Zustifter den Portigon-Bestand vollständig oder in größeren Teilen erwirbt. Mindestens zwei Gutachten sollen Grundlage für die Wertermittlung sein.

Für die drei im Portigon-Bestand befindlichen Streichinstrumente, stellte die Kulturministerin fest, dass noch keine Lösung gefunden ist. In diesem Zusammenhang setzt sich der Kulturrat NRW dafür ein, dass die von Herrn Zimmermann inzwischen zurückgegebene Stradivari wieder von ihm gespielt werden kann. Ministerin Schäfer stellt sich hinter diese Forderung.

Der Kulturrat NRW begrüßt den eingeschlagenen Weg der Landesregierung, sieht aber bei einigen wichtigen Fragen erheblichen Klärungsbedarf. U.a. bei den Gutachten zur Wertermittlung und den Modalitäten einer Kreditfinanzierung. Von verschiedenen Seiten des Runden Tisches wurde gefordert, dass diese Maßnahme nicht zu Lasten des Kulturetats gehen darf. Der Kulturrat NRW unterstützt im Gegenteil alle Bemühungen, den Etat des Landes für Kultur zu erhöhen.