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In der diesjährigen Mitglieder- und Delegierten-versammlung des Kulturrats NRW e. V. in Köln wurde der Bundesminister des Inneren a. D. Gerhart R. Baum zum neuen Vorsitzenden gewählt. Baum tritt die Nachfolge von Dr. Hans-Georg Bögner an, der das Amt seit September 1996 inne hatte und nun zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde. Mit Ursula Theißen und Reinhard Knoll wurden die beiden Stellvertretenden Vorsitzenden in ihrem Amt bestätigt.
Gehart Baum kündigt an, dass der Kulturrat unverzüglich in Gespräche mit Landesregierung und Fraktionen des Landesparlaments eintreten wird, insbesondere auch mit dem neuen Kulturstaatssekretär Grosse-Brockhoff, in dem der Kulturrat einen kompetenten Ansprechpartner sieht. Weiterhin wird der Kulturrat Gespräch mit allen im Land suchen, die für die Rahmenbedingung kultureller Tätigkeit Verantwortung tragen.
Grade eine Gesellschaft im Umbruch braucht kulturelle Impulse und darf nicht von ökonomischer Effizienz dominiert werden. Besondere Bedeutung hat hierbei der Bereich der kulturellen Bildung, der der Humus für Kreativität und Erneuerungskraft ist.
Gerhart Baum erläutert, dass der Kulturrat in den kommenden Monaten darauf drängen wird, dass die neue Landesregierung ihre Wahlversprechen, wie sie in der Koalitionsvereinbarung und in anderen Ankündigungen niedergeschrieben sind, einhält. Dazu gehören auch die Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine des Kulturrats. Unter anderem wurde mittelfristig eine Verdoppelung der Ausgaben für Kultur in Aussicht gestellt. Der Kulturrat begrüßt die Beibehaltung des Ausschusses für Kultur und Medien, der für die Weiterentwicklung für die Kulturpolitik im Lande unverzichtbar ist.
Gerhart Baum würdigt die 9-jährige erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers und weist auf die zahlreichen Aktivitäten des Kulturrats unter Leitung von Bögner hin. Beispielhaft nennt er das Dschungelbuch NRW, die Durchsetzung eines Kulturförderberichts und die Einrichtung einer Landeskulturkonferenz. Auf die nichterfüllte Forderung nach einem Innovationsfonds für neue und experimentelle Projekte, wird der Kulturrat zurückkommen.
Köln, 01. Juli 2005
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