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| 15.04.2010-15.04.2010 | Autoren und Interpreten als Global Players zwischen Kulturförderung und Kreativwirtschaft?
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| Veranstaltungsort: |
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| Link: | Autoren und Interpreten als Global Players zwischen Kulturförderung und Kreativwirtschaft?
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| Beschreibung: |
Autorinnen und Interpretinnen als Global Players zwischen Kulturförderung und Kreativwirtschaft?
15. April 2010 von 14.00 Uhr bis 18.30 Uhr
Altes Pfandhaus, Kartäuserwall 22, 50678 Köln
Wer erwägt, von ihrer künstlerischen Kreativität leben zu wollen, mag angesichts der derzeitigen Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft wie das Kaninchen auf die Schlange blicken. Sie sieht nicht nur zahlungsunwillige Tarifpartner, sondern auch generelles Unverständnis für die Bedingungen und Prinzipien ihrer Arbeit – auch auf Seiten der Musikhörerinnen und Kulturteilhabenden.
Vielen Künstlerinnen, Künstlern und Kulturschaffenden fällt es schwer, sich auf die Terminologie und Denkweise eines wirtschaftlichen Systemzusammenhangs einzulassen: Wertschöpfungsketten, Erlösmodelle, Lizenzerlöse, Urheber- und Leistungsschutzrechte – wie soll einer all das beherrschen und gleichzeitig Kunst schaffen? Kann ein Musikschaffender noch vom Musikmachen leben, eine Texterin vom Texten?
Das Erlösmodell jedes professionellen Autor in Musik oder anderen Kultursparten ist das der Lizenzierung. Die Wertschöpfung erfolgt durch die Verwertung, d.h. durch den Handel mit Nutzungsrechten am geschaffenen oder interpretierten Repertoire. Ausgangspunkt jeder Wertschöpfung innerhalb der Medien- und Kulturwirtschaft ist der Schöpfer eines Inhalts.
Doch steht der, der am Anfang der Wertschöpfungskette steht, nicht eher am Ende der Nahrungskette? Sind die Verwerter nicht größer, kapitalstärker und politisch durchsetzungsfähiger? Für die Einzelne erscheint das existenziell bedrohlich, für die Gesellschaft bedeutet es die handfeste Gefahr des Verlusts überlebensnotwendiger Innovationskraft.
Welche Möglichkeiten gibt es, dieser Entwicklung zu begegnen – individuell oder im Kollektiv? Sollte sich eine künstlerisch Kreative auf dieses System noch beruflich einlassen? Wo ist „mein“ Platz in diesem System? Die Tagung sucht nach Antworten auf solche Fragen, durch Beiträge von Expertinnen und Experten und durch den unmittelbaren Austausch untereinander.
Tagungsablauf
Ab 14:00 Uhr | Anreise
14:30 Uhr Begrüßung:
Gerhart R. Baum (Vorsitzender des Kulturrats NRW)
Prof. Dr. Werner Lohmann (Präsident des Landesmusikrats NRW)
Einführung:
Ursula Theißen (Geschäftsführerin Frauenkulturbüro NRW / Stellv. Vorsitzende Kulturrat NRW)
Referat 1: Kreativität, Distribution und Recht (Thomas Kipp, Rechtsanwalt)
Die Kreativen stehen einer beständigen Ausweitung der Nutzungsmöglichkeiten ihrer Werke gegenüber. Verwertung und Distribution ändern sich durch die rasante technische Entwicklung grundsätzlich, Umwälzungen bei der Nutzung von Medien sind die Folge. Die Urheber geraten dabei zunehmend in die Mühlen der globalen Verwertungsketten.
Vor allem die praktischen Anforderungen an die wirtschaftliche Wahrung der Urheberrechte steigen. Gesetzgebung und Rechtsprechung können dieser Entwicklung nur hinterher hinken. Zur Bewältigung dieser Anforderungen stellt sich
zunächst die politische Frage: Wie viel Raum wollen wir der digitalen Distribution kreativer Leistungen und ihrer Nutzung grundsätzlich geben? Thomas Kipp stellt die grundsätzlichen
Mechanismen, Möglichkeiten und Grenzen dieses
Systems dar.
Kurzreferate:
Der durch die technische Entwicklung ausgelöste kulturelle Wandel stellt Grundlagen des geltenden (Urheber-)Rechts in Frage. Netzaktivisten rechtfertigen die kostenlose Verbreitung von Inhalten mit Schlagworten wie „Demokratisierung“ und „Informationsfreiheit“. Unterdessen fragen sich diejenigen, deren Inhalte ohne materielle Gegenleistung verfügbar gemacht werden, wovon sie künftig leben sollen – und stellen fest, dass kaum jemand informiert ist über die Bedingungen
des Broterwerbs als Musikprofi. Während im Netz die Grenzen von Amateuren und professionellen Künstlern zusehends zerfließen, wird die Unterscheidung professioneller von nichtprofessionellen Musikschaffenden immer bedeutender, denn Motivation und Voraussetzungen eines Engagements im Netz sind kaum vergleichbar – ebenso wenig die sich dramatisch verändernden Potenziale der Wertschöpfung. Wovon leben also professionelle Musikschaffende – bislang
und in Zukunft? Matthias Hornschuh führt eine Legitimationsdebatte anhand von Einzelsituationen und im Vergleich von Musik und Text.
Filmmusikkomponist: Andreas Schäfer (Köln)
Popkomponistin & Interpretin: Mariama (Köln)
Drehbuchautor: Stephan Brüggenthies (Köln)
Schriftstellerin: Gisa Klönne (Köln)
Moderation Matthias Hornschuh, Komponist, mediamusic e.V. / berufsverband medienmusik
16:00 Uhr: Kaffeepause
16:30 Uhr
Referat 2: Literatur und Digitalisierung (Stephan Brüggenthies, Autor)
Ob er für eine Steinplatte, für Pergament oder für ein E-Book schreibt, ist für einen Autor zunächst einmal gleich. Doch die Distribution unterscheidet sich gravierend, und der Kreative
wird daran in Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach kaum noch verdienen können. Gefährdet ist vor allem der soziale untere Mittelbau der Autoren. Bedeutet eine Pauschalvergütung
der Online- und E-Book-Anbieter über die VG Wort an die Urheber eine Lösung? Abzusehen ist, dass sich nicht nur das Berufsfeld des kreativen Schreibens ändern wird, sondern dass sich diese Berufsgruppe auch ganz anders zusammensetzen
wird.
Referat 3: Vergütungsmodelle und Legalitätsfragen (Stephan Benn, Rechtsanwalt)
Wie lassen sich technische Möglichkeiten unter rechtliche Sachverhalte bringen? Welche Vergütungsmodelle sind möglich und welche werden realisiert? Stephan Benn stellt Beispiele aus dem Ausland vor. Stellen Flatrate-Systeme eine Ausbeutung der Kreativen oder ein effektives Verteilungssystem dar? Welche Möglichkeiten gibt es, gegen Illegalität im Internet vorzugehen? Beispiele aus Frankreich zeigen, dass die juristische Diskussion zwangsläufig auch in eine ethisch-moralische führt.
Diskussion: Hilfe zur Selbsterkenntnis (Moderation: Thomas Kipp und Stephan Benn, Rechtsanwälte)
Die Stellungnahmen der Teilnehmer, aber auch ihre Befragung durch die Moderatoren zeigen, wie ungenau viele Kreative ihre Prioritäten gesetzt haben. Die vermeintliche Gewissheit über die Rahmenbedingungen sollte in Frage gestellt werden, damit man sich seiner Position bewusst
wird. Wo gibt es Beratung in Fragen wie: Wie komme ich an den Markt? Wie kann ich dafür sorgen, dass vom Ertrag nachhaltig etwas bleibt? Und was reicht gar bis zur Rente?
18:00 Uhr: Schlussappell (Matthias Hornschuh,mediamusic e.V. / berufsverband medienmusik)
„Werte 2.0“ und politisches Engagement
Anmeldung (keine Teilnahmegebühr):
bis zum 12. April 2010
unter anmeldung@lmr-nrw.de
Veranstalter
Landesmusikrat NRW e.V.
Klever Straße 23
40477 Düsseldorf
In Kooperation mit
Kulturrat NRW , mediamusic e.V. / berufsverband medienmusik
und Frauenkulturbüro NRW.
Tagungsleitung
Dr. Robert v. Zahn, Matthias Hornschuh
Organisation und weitere Informationen
Hedwig Otten, +49-173-538 41 44, anmeldung@lmr-nrw.de
Veranstaltungsort
Altes Pfandhaus, Kartäuserwall 20, D-50678 Köln
www.altes-pfandhaus.de
Die Veranstaltung wird gefördert
vom Ministerpräsidenten des Landes NRW .
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| 08.09.2006-08.09.2006 | 10 Jahre Kulturrat NRW
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| Veranstaltungsort: |
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| Beschreibung: |
Im September 1996 wurde der Kulturrat NRW e.V. als landesweiter übergreifender und unabhängiger Zusammenschluss von über achtzig Organisationen in den sieben Sektionen Musik, Tanz, Theater, Medien, Literatur, Bildende Kunst und spartenübergreifende Kultur/Sozio-
Kultur gegründet. Seither hat er sich zur Aufgabe gestellt, Kunst und Kultur im Bundesland Nordrhein-Westfalen Geltung zu verschaffen und die Voraussetzungen für ihre Entwicklung zu fördern.
Programm
18.00 Uhr Begrüßung
Dr. Hans Walter Hütter, Vertreter des Präsidenten der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Podiumsdiskussion:
Im Westen was Neues? NRW im Wettstreit der Regionen
Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Staatssekretär für Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen
Adrienne Göhler, Berlin
Carola Bauckholt, Komponistin, Köln
Amélie Niermeyer, Generalintendantin des Düsseldorfer Schauspielhauses
Dr. Oliver Scheytt, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., Kulturdezernent der Kulturhauptstadt Essen
Moderation: Gerhart R. Baum, Vorsitzender Kulturrat NRW e.V.
Eine Veranstaltung des Kulturrat NRW in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und dem Haus der Geschichte in Bonn.
20.00 Uhr Verleihung des Preises des Kulturrat NRW für besondere Verdienste in der Kulturpolitik
Preisträger: Dr. Roberto Ciulli, Theater an der Ruhr
Die Laudatio hält Dr. Dragan Klaic, Amsterdam
Moderation: Dr. Hans-Georg Bögner, Ehrenvorsitzender des Kulturrat NRW e.V.
21.00 Empfang
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| 24.11.2003-24.11.2003 | Sehen und gesehen werden! Transparenz und Kooperation in Kunst - Kultur - Kulturpolitik
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| Veranstaltungsort: |
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| Beschreibung: |
Der Kulturrat NRW e.V. veranstaltet am 24. November 2003 eine Tagung zum Thema „Transparenz und Kooperationen in Kunst – Kultur – Kulturpolitik“.
Die aktuellen Pressemitteilungen zum Doppelhaushalt 2004/2005 des Landes NRW lassen klar erkennen, dass auch die Ausgaben im Kulturbetrieb drakonisch zurückgefahren werden. Kürzungen im Projektbereich, bei den institutionellen Förderungen bis hin zu Schließungen von kulturellen Einrichtungen werden die Folge sein.
Auch hierzu wird Kulturminister Dr. Michael Vesper in seinem Grundsatzreferat "Transparenz: Brücke zwischen Kultur und Politik" Position beziehen.
Nach der Vorstellung des in Arbeit befindlichen Kulturförderberichts des Landes NRW wird der seit langem eingeführte niederländische Kulturbericht zum Vergleich hinzugezogen.
Der Kulturrat NRW wird sich intensiv mit dem Thema der Transparenz und Kooperation im Kulturbereich beschäftigen und vor allem die Situation der hier lebenden Künstlerinnen und Künstler mit einbeziehen.
Wie können Ziele und Fördergrundsätze besser aufeinander abgestimmt werden? Wie kann eine höhere Transparenz bei den Fördermöglichkeiten seitens der öffentlichen Träger herstellt werden? Wie kann die Kulturszene davon profitieren?
Die Beauftragung des Marketinginstituts an der Düsseldorfer Universität zur Erstellung eines Kulturförderbericht des Landes NRW weist erste Ansätze zur Erhöhung der Transparenz der öffentlichen Kulturbudgets auf.
Ergänzend stellt der Kulturrat NRW in Kooperation mit dem Kulturserver NRW sein Projekt "Dschungelbuch NRW" vor, das eine Internetplattform über einen Informationsdienst für Künstlerinnen und Künstler innerhalb der Kulturförderung bereitstellt.
Darüber hinaus werden in drei Workshops themenbezogene Voraussetzungen erarbeitet, wie Kooperationen befördert werden können und ob der Kulturförderbericht hierbei Hilfestellungen geben kann.
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| 03.07.2002-04.07.2002 | Cool-Kult-Kunst?!
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| Veranstaltungsort: |
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| Link: | Cool-Kult-Kunst?!
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| Beschreibung: |
Die Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen veranstaltet in Kooperation mit dem Kulturrat NRW am 3. & 4. Juli 2002 eine Tagung über Jugendliche als Kulturpublikum
Kulturelle und künstlerische Angebote stehen heute in Konkurrenz zu einer Vielzahl von Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Entsprechend groß ist die Herausforderung an die Kulturbetriebe, junge Menschen als Publikum zu gewinnen. Wodurch und wie lassen sich Jugendliche in der Altergruppe ab 16 interessieren? Warum ziehen manche Veranstaltungen mehr junges Publikum an als andere? Die Nachfrage von kulturellen und künstlerischen Angeboten durch die junge Generation steht im Mittelpunkt eines zweitägigen Symposions, das die Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW und der Kulturrat NRW ausrichten.
Unter der Überschrift „Cool – Kult – Kunst?! Jugendliche als Kulturpublikum“ schafft die Tagung, die in der Kunstsammlung NRW stattfindet, ein Forum für den konstruktiven Gedankenaustausch zwischen Kulturpolitikern, Veranstaltern, Vertretern von Kulturinstitutionen, Wissenschaftlern und einer interessierten Öffentlichkeit. Auf der Tagesordnung steht gleichermaßen eine analytische wie praxisnahe Bestandsaufnahme der aktuellen Situation. |
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